
A. R. Penck gehörte zu den einflussreichsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Vom politisch engagierten Künstler der DDR wurde er neben Baselitz, Lüpertz u.a. zum “Neuen Wilden”.
Seine Bildsprache erinnert an Graffiti und Höhlenmalerei. Sie sind ausdrucksstark, symbolisch und unübersehbar.















































*1939 in Dresden
†2017 in Zürich
A. R. Penck, geboren als Ralf Winkler, war einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Während seiner Jugendzeit in der DDR entwickelte er früh ein Interesse an Kunst und begann bereits in den 1950er Jahren zu malen. Aufgrund seiner politischen Ansichten und seiner künstlerischen Unabhängigkeit geriet er jedoch in Konflikt mit den Behörden und wurde mehrmals zensiert.
In den 1960er Jahren begann Penck, unter dem Pseudonym A. R. Penck zu arbeiten, um Repressalien zu vermeiden. Sein Stil war geprägt von abstrakten Formen, Symbolen und Strichzeichnungen, die oft an prähistorische Höhlenmalerei erinnerten. Penck war auch als Musiker und Schriftsteller aktiv und veröffentlichte Gedichte und Essays.
In den 1980er Jahren erlangte Penck internationale Anerkennung und wurde zu einer Schlüsselfigur der Neo-Expressionismus-Bewegung. Seine Werke wurden in renommierten Galerien und Museen weltweit ausgestellt. Penck verstarb am 2. Mai 2017 in Zürich, hinterließ jedoch ein beeindruckendes künstlerisches Erbe, das bis heute bewundert wird.
geboren am 5. Oktober 1939 in Dresden
1953 – 1954 Mal- und Zeichenunterricht bei Jürgen Böttcher
1955 Beginn einer Lehre als Bauzeichner im VEB DEWAG
1956 Mehrfach erfolglose Bewerbungen an Kunstakademien in Dresden und Ost-Berlin
Als autodidaktischer Künstler beginnt er, sich mit Malerei, Bildhauerei, Film, Schriftstellerei und Musik zu beschäftigen
1957 – 1959 Beginn der Herstellung von figurativen Skulpturen und Kopfstudien aus Gips. Begegnung mit Georg Kern (Baselitz)
1965 Teilnahme an einer Ausstellung im Puschkin-Haus in Dresden. Begegnung mit Michael Werner
1966 Aufnahme als Kandidat in den Verband Bildender Künstler Deutschlands (VKBD) unter dem Namen A. R. Penck
1969 Ablehnung seiner Aufnahme durch den VKBD; Beschlagnahmung seiner Werke durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR
1971 Gründung der Künstlergruppe Lücke
1973 – 1974 Militärdienst
1975 Erste grosse Retrospektive in der Kunsthalle Bern
1977 Erste Begegnung mit Jörg Immendorff in Ost-Berlin
1980
Ausreise aus der DDR; Übersiedlung nach Lörsfeld/Kerpen (bei Köln) in die Bundesrepublik Deutschland. Verleihung des Rembrandt-Preises durch die Goethe-Stiftung in Basel. Begegnungen mit Markus Lüpertz und Per Kirkeby.
1982 Teilnahme an der documenta 7 in Kassel. Erste Veröffentlichung der Zeitung >Krater und Wolke<, die von A.R. Penck herausgegeben wird.
1984 Teilnahme an der 41. Biennale in Venedig zusammen mit Lothar Baumgarten. Verstärktes Interesse an der Musik. Beginn der Arbeit an der Produktion zahlreicher Free-Jazz-Aufnahmen.
1985 Verleihung des Künstlerpreises der Stadt Aachen
1987 Verleihung des Nord/LB-Kunstpreises
1988 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf
1992 Teilnahme an der documenta 9 in Kassel
1998 Umfangreiche Wanderausstellung in Japan
1999 – 2000 Ausstellung der Bronzeskulpturen in Heilbronn, Bremen, Recklinghausen, Luxemburg, Berlin und Bad Homburg.
2017 Stirbt am 2. Mai in Zürich
1968
Deutsche Avantgarde 3: A.R. Penck, Bilder, Galerie Hake, Köln.
1968
A.R. Penck: Erstes Training mit Standart, Galerie Michael Werner, Köln.
1971
Zeichen als Verständigung A.R. Penck, Kunstmuseen Krefeld, Krefeld.
1977
Documenta 6, Museum Fridericianum, Kassel.
1981
A.R. Penck, Kunstmuseum Basel, Basel.
1982
Documenta 7, Museum Fridericianum, Kassel
1984
Biennale von Venedig, Venedig
1988
A.R. Penck, Nationalgalerie, Berlin