Newsletter Februar 2022

Liebe Freunde der Galerie Art Affair !

Sie haben es vielleicht bemerkt, der Januar ging ohne Newsletter vorüber.  Nach 15 Jahren war einfach einmal eine Renovierung notwendig und daher war geschlossen und nichts zu berichten. Jetzt sieht alles wieder schön und neu aus und wir freuen uns auf Sie und Ausstellungen.

VERLEGUNG DER ART KARLSRUHE IN DEN SOMMER

Eigentlich eröffnet jedes Jahr die Art Karlsruhe im Februar das Ausstellungsjahr in Deutschland. Für die Kunstfreunde, Galeristen und Künstler ist dies der erste Termin leider nicht unter Corona.

Über den Winter hatten wir einen sehr großen Auftritt für die Art Karlsruhe mit unseren Künstler Ralf Koenemann, Anna Bocek, Markus Lüpertz, Ugo Dossi sowie erstmalig David Cèrny und Mark Gmehling geplant. Kurzfristig hatten wir sogar einen benachbarten Stand, der frei wurde und einen 100m2 großen  Skulpturenplatz zusätzlich angemietet, so daß wir einen der größten Stände auf der Messe gehabt hätten.

Leider muss der Veranstalter die Messe in den Sommer verlegen. Neuer Termin ist jetzt vom 7.7. bis 10.7.22. VIP Preview ist  am 6.7. 2022.

25.2.22  ELVIRA BACH

Die Litfasssäulen am Theater, Fischmarkt und beim Eisernem Steg kündigen es schon an, Elvira Bach kommt nächste Woche wieder nach Regensburg.

Eigentlich sollte die Ausstellung anläßlich des 70 Geburtstages von Elvira Bach im letzten Jahr stattfinden, aus den bekannten Gründen mussten wir verschieben.

Wir freuen uns auf eine farbenprächtige Ausstellung mit Vernissage am 25.2.22 um 19.00 Uhr mit der Berliner Künstlerin.

Wir davon aus, daß die Corona Regeln eine Ausstellungsbesuch mit Bewirtung wieder erlauben.

DIE JUNGEN WILDEN – WER IST DAS EIGENTLICH ?

Elvira Bach wird in der Presse häufig den sogenannten Jungen Wilden zugeordnet, owohl Sie dies selber nicht tut.

Erstaunlicherweise haben wir gelesen, daß auch Markus Lüpertz in der Presse und Katalogen den jungen Wilden zugeordnet wird. Auch er weist das in dem Sinne, wie heute junge Wilde definiert werden, von sich.

Grund genug also diesem schillernden Begriff der „jungen Wilden“ und seine Geschichte einmal nachzugehen. Wer oder was sind oder waren die jungen Wilden in der deutschen Malerei ?

Dieser nebenstehende  recht unscheinbare Katalogumschlag ist die erste Erwähnung des Begriffes “Wilde” im Zusammenhang mit der deutschen Malerei nach 1945. Der Bezug zu Frankreich und der Bewegung des Fauvismus ist offensichtlich.

Das Museum Ludwig läßt uns dazu wissen: In der Schau “Les Nouveaux Fauves – Die Neuen Wilden” fasste der damalige Gründungsdirektor Dr. Wolfgang Becker verschiedene Künstler*innengruppen zusammen, die auf unterschiedliche Weise Bezüge zu den historischen Fauves der französischen Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts aufwiesen. Die Schau beinhaltete US-amerikanische Künstler*innen des damals neuen Pattern & Decoration genauso wie die französische Künstler*innengruppe support – surface, die bereits seit Mitte der 1960er-Jahre aktiv war. Als deutscher Beitrag wurden Künstler wie Georg Baselitz, Jörg Immendorf, Markus Lüpertz und A.R. Penck gezeigt. Keiner der letztgenannten Künstler ist im engeren Sinne Teil der Bewegung, die später als Neue Wilde bezeichnet wird.

FORSCHUNGSOBJEKT – JUNGE WILDE

Trotzdem verfing der griffige Terminus sofort und wurde in der Zeit ab 1980 in Deutschland als feststehender Begriff gebräuchlich. Das Forschungsprojekt “Die Erfindung der Neuen Wilden” untersucht erstmals Aachen und die Sammlung Ludwig als Ursprung des Begriffs Neue Wilde und verortet so eines der bedeutsamsten Kapitel der internationalen Nachkriegskunst im äußersten Westen Nordrhein-Westfalens neu.

Dass es um den Begriff Verwirrung gibt, zeigt eine Ausstellung aus dem Jahr 2003 im ZKM Karlsruhe “Obsessive Malerei – ein Rückblick auf die neuen Wilden.

Der Katalog von Götz Adriani, erklärt :”Junge Künstler schlossen sich in Berlin, Köln und Hamburg zusammen, um als »Neue Wilde« gegen die Vorlagen von Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Sigmar Polke und Gerhard Richter zu rebellieren.”

Es stellt sich also heraus, daß der Begriff “Neue oder Junge Wilde” im allgemeinen Verständnis Künstler aus der Zeit der 1980-ziger Jahre zusammenfasst.

Fest steht heute die Malerei erlebte Anfang der achtziger Jahre, nachdem Erfolg von Minimal und Concept Art erneut eine kurze, aber vehemente Blüte. Inhaltlich strebten sie an sich von den inzwischen international erfolgreichen Kollegen, Lüpertz, Baselitz, Penck, Richter und Kiefer zu unterscheiden.

Ihre radikal subjektivistische Ausrichtung mündete in emphatisch-expressiven Gemälden von meist kräftiger Farbigkeit. Die großen Bildformate eroberten innerhalb weniger Monate den Kunstmarkt und namhafte Kunstsammlungen.

In Berlin sind das Rainer Fetting, Salomé, Helmut Middendorf und Bernd Zimmer, die eine Gruppenschau mit dem Titel ” Heftige Malerei”  zusammenstellen und gemeinsam eine Produzentengalerie am Berliner Moritzplatz unterhalten. Markus Lüpertz spricht daher heute noch von den “Heftigen”, wenn es um die Künstler der 80ziger Jahre geht.

Unter dem Namen „Mülheimer Freiheit“ finden in Köln u.a. Peter Adamski, Walter Dahn und Jiři Georg Dokoupil zu einer gemeinsamen Basis.

Neben den männlichen Kollegen wird als einzige Frau Elvira Bach dem Begriff “Junge Wilde” zugeordnet. Sie selbst lehnt dies a.

Warum Elvira Bach sich selbst nicht den jungen Wilden zuordnet, werden wir in der Vernissage von ihr sicherlich hören. Klar ist, Elvira Bach geht ihren eigenen sehr erfolgreichen Weg. Sie mag auch das große Format und den groben Pinselstrich, die leuchtenden Farben. Ihre Sujets und die weibliche Protagonistin, die mit großer persönlicher Ähnlichkeit auf vielen Bildern zu finden ist, kreisen um andere Themen nämlich Emanzipation, Stärke, Lebenslust, Exotik und Erotik angesiedelt in dem Spannungsfeld zwischen Kunst und Küche.





AMERICAN POP ART – JAMES FRANCIS GILL

Gleich zwei Eröffnungen hat James  Francis Gill Anfang April in Ostbayern. Das Städt. Museum eröffnet am 7.4.22 die Ausstellung “Women in Cars” eine Zusammenstellung alter und neuer Arbeiten, des letzten lebenden Amerikanischen Popart Künstlers der 1. Generation. 2 Tage später  eröffnen wir mit James Francis Gill eine gleichlautenden parallele Ausstellung. Anfang März versenden wir die Einladungen.

KÖNNEN WIR DAS SCHAFFEN ?

Es sieht gut aus für das Projekt Markus Lüpertz Fenster für die St. Ulrich Kirche. Die wesentlichen Genehmigungen wurden inzwischen erteilt. Verständlicherweise, ist der Spendenfluss doch deutlich zurück gegangen. Wir hoffen trotzdem, die letzten Euro, die noch fehlen, um das Projekt vollständig umsetzen zu können, in den nächsten Wochen zu finden. Eine Umsetzung kann dann noch in diesem Jahr erfolgen.

Das Bistum, Markus Lüpertz und ART AFFAIR freuen sich über jeden Beitrag, eine Spendenquittung des Bistums gibt es selbstverständlich.

HOROSKOP

Peter Kern unser Haus & Galerie Astrologe weiß:

Sie sind im Zeichen der Fische geboren? Damit haben Sie sich ein wunderschönes aber auch ebenso komplexes Lebenselement ausgesucht.

Sie haben ein höheres Einfühlungsvermögen als die meisten, Sie sind sehr phantasievoll und  können sich an alle Situationen anpassen. Ihre Mitmenschen betrachten Sie als gleichwertige Wesen, und eine humane Lebenshaltung gehört zu Ihrer psychologischen Grundausstattung.

Kunst ist ein immens wichtiger Teil im Leben der Fische. Musik dürfte bei Ihnen an erster Stelle stehen, aber auch in der Malerei finden sich großartige Anregungen für Sie.  Boticelli ist sicher einer der berühmtesten Maler im Zeichen der Fische. Die „Geburt der Venus“ ist sein berühmtestes Gemälde und zeigt die Venus, die eben dem Meer – dem Symbol der Fische – entstiegen ist.  Die Bronze Fische von Markus Lüpertz ist eines der beliebtesten Figuren aus dem Sternkreiszeichen Zyklus und fast ausverkauft. Wir haben sowohl Bronze als auch Holzschnitt einmal vorrätig.

KUNSTFILM TIPS – DIESMAL VON DER FILMGALERIE IM LEEREN BEUTEL

Die Kunstfilm Tips stammen von Chrissy Grundl und der Filmgalerie im Leeren Beutel, das kleine Programmkino zeigt Ende Februar Filme zum Thema bildendende Kunst. Aus der Zusammenstellung haben wir schon einige Filme empfohlen aber andere sind auch für uns neu. Ein Klick auf den Button führt Sie gleich dahin.

Der verlorenene Leonardo

Im Jahr 2008 versammelten sich die weltweit renommiertesten Leonardo da Vinci Expert*innen an einer Staffelei der National Gallery in London, um ein mysteriöses Gemälde zu untersuchen – ein Salvator Mundi (lateinisch für „Erlöser der Welt“). Ungeachtet dessen, dass die National Gallery keine formellen Expert*innen-Gutachten einholt, präsentiert sie in ihrer Blockbuster-Ausstellung von 2011 den Salvator Mundi als Originalgemälde von Leonardo da Vinci und initiierte damit eine der verführerischsten und verblüffendsten Kunstgeschichten unserer Zeit. Der über einen Zeitraum von drei Jahren gedrehte Film enthüllt auf akribische Weise die Geschichte hinter dem Salvator Mundi in ihrer gesamten Bandbreite und präsentiert als packender Real-Life-Thriller verschiedene Hauptfiguren aus der Welt der Kunst, Finanzen und Politik wie beispielsweise die Restauratorin Dianne Modestini, die zum ersten Mal den Zugang hinter die Kulissen freimachte. Regisseur Andreas Koefoed positioniert diese „stranger-than-fiction Story“ direkt an der Schnittstelle von Kapitalismus und Mythenbildung und stellt die Frage: Ist dieses millionenschwere Gemälde tatsächlich ein da Vinci oder handelt es sich hierbei lediglich um den Wunsch einflussreicher Akteure?

  1. – 23.02. | je 19:00 Uhr: THE LOST LEONARDO

Der Mann, der seine Haut verkaufte

Der syrische Geflüchtete Sam lässt sich überreden, seinen Rücken zu einem hochpreisigen Kunstwerk machen zu lassen – Reisefreiheit in ganz Europa inklusive. Doch Sam hat seine Rechnung ohne die Dynamiken des Kunstmarkts und einer Gesellschaft gemacht, in der ein Kunstobjekt mehr zählt als die Geschichte eines syrischen Geflüchteten. Regisseurin Kaouther Ben Hania verwebt gekonnt politische Satire mit einer berührenden Fabel über Liebe, Freiheit und Identität. Die Uraufführung feierte DER MANN, DER SEINE HAUT     VERKAUFTE 2020 auf dem Filmfest in Venedig, wo Yahya Mahayni den Orizzonti-Preis als bester Hauptdarsteller gewann. Als erster tunesischer Film wurde er 2021 als Bester Internationaler Spielfilm für einen Oscar nominiert.

  1. – 26.02. | je 18:00 Uhr: DER MANN, DER SEINE HAUT VERKAUFTE (Do + Sa OmU | Arab./Engl./Frz.)

27.02. | 17:00 Uhr: DER MANN, DER SEINE HAUT VERKAUFTE

28.02. – 02.03. | je 19:00 Uhr: DER MANN, DER SEINE HAUT VERKAUFTE (Di OmU | Arab./Engl./Frz.)

El Cuadro

Große Künstler von Goya über Manet bis Picasso nahmen immer wieder Bezug auf Velázquez‘ ebenso bekanntes wie rätselhaftes Gemälde „Las Meninas“. Vielen Kunsthistoriker*innen gilt es gar als Bild aller Bilder. Dieser Dokumentarfilm taucht ein in die Geheimnisse, die dieses Wek umgeben und schickt die Zuschauer*innen durch ein Labyrinth von Hinweisen, die zur Entschlüsselung des von Velázquez verborgenen Geheimnisses führen. Der Film wird präsentiert vom spanischen Film- und Kulturfestival cinEScultura. Vor dem Film gibt es eine Einführung durch den Künstler Leopoldo Cuspinera.

27.02. | 19:30 Uhr: EL CUADRO (OmeU)

Zu guter Letzt….auch wir müssen gelegentlich einmal unser Lager aufräumen. Es gibt daher wieder einmal den beliebten LAGERKOLLER SALE. Sie finden viele Arbeiten aus dem Bestand der Galerie u.a. von Künstlern wie Victor Safonkin, Alexander Timofeev, Michael Hieps aus den letzten 15 Jahren zu bis zu 50% herabgesetzten Preisen in unserem online shop. Ein Besuch kann viel Geld sparen.

Wir wüschen Ihnen ein schönes Wochenende und freuen  uns auf Ihren Besuch. Herzlichst

Ihr ART AFFAIR Team

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